Jahresthema 2011


Atomschutzzone an der Katharinentreppe


Viele von euch werden in diesen Stunden sicherlich die besorgniserregenden Nachrichten aus Japan verfolgen. Die Informationslage ist bedrückend wie verwirrend.

Mehrere Reaktorböcke scheinen mittlerweile außer Kontrolle zu sein, im Fukushima-Reaktor I hat offensichtlich eine Kernschmelze begonnen, es ist fraglich ob die improvisierten Hilfsmaßnahmen einen GAU mit unberechenbaren Folgen werden verhindern können. 200.000 Menschen mussten bereits evakuiert werden.

 

Angesichts der vielen Opfer durch den Tsunami gilt unser Mitgefühl all denjenigen, die Angehörige verloren haben oder unter den Folgen dieser Katastrophe zu leiden habe. Die Röttgen´sche Argumentation, eine Diskussion über die deutsche Atompolitik sei nun „deplatziert“ ist jedoch scheinheilig. Dass in einem Hochtechnologieland wie Japan ein GAU möglicherweise bevorsteht, ist eine Zäsur in der internationalen  Energiepolitik. Nicht ohne Grund titelt der SPIEGEL morgen mit dem „Ende des Atomzeitalters“. Wir wollen diese dramatische Situation nicht parteipolitisch instrumentalisieren, aber wir müssen darauf hinweisen, dass auch Deutschland vor den Gefahren eines GAUs nicht gefeit ist und wir endlich aus dieser Risikotechnologie aussteigen müssen.

 

Zusammen mit den Jusos Dortmund organisieren wir für morgen im Rahmen der Mahnwachen von ausgestrahlt eine symbolische Atomschutzzone in Dortmund. Mit Atomschutzanzügen ausgerüstet werden wir auf die unkalkulierbaren Gefahren der Atomtechnik hinweisen. Dafür werden helfende Hände und Mitstreiter gesucht! Wer morgen dabei sein kann, meldet sich bitte schnellstmöglich.

 

Atomschutzzone der Falken und Jusos in Dortmund

Katharinentreppen beim Hauptbahnhof

Montag, 14.03. 2011, ab 17.30 Uhr.



Kontakt:
Roland Brose: vax@coneware.org,
hinterlasst eure Handynummer ich rufe euch zurück, wenn ihr es wünscht.

Berlin: Einrichtungen von Kindern und Jugendlichen zerstört

In der Nacht vom 26. Zum 27. Juni wurde auf die Falkeneinrichtung in Neukölln ein Brandanschlag verübt, bei dem es zu hohem Sachschaden kam

 
„Wir haben Glück im Unglück“, so die Landesvorsitzende Josephin Tischner. „Am Tag zuvor hat eine Kindergruppe im Haus übernachtet. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Brandanschlag in dieser Nacht verübt worden wäre. Da hätte es schnell Verletzte oder sogar Tote geben können.“

Der Anschlag stellt in einer Reihe von Anschlägen und Bedrohungen durch Neonazis den vorläufigen Höhepunkt rechtsextremer Gewalt gegen Falkenstrukturen dar und hat doch eine neue Dimension – die Täter haben Personenschaden bewusst in Kauf genommen.

Dass der Anschlag auf das Haus aus dem organisierten rechtsextremen Spektrum durchgeführt wurde, liegt nahe. Das Anton- Schmaus- Haus ist schon seit einigen Jahren immer wieder Ziel von Angriffen. Zuletzt war es auf einschlägigen Naziseiten als deklariertes Ziel für Angriffe zu finden.

Dieser Anschlag war außerdem einer von insgesamt mindestens fünf Anschlägen auf Einrichtungen aus dem linken Spektrum in dieser Nacht – auch die Brandenburger Falkeneinrichtung „Pavillon“ in Rheinsberg wurde angegriffen, verwüstet und mit rechtsextremen Parolen beschmiert.

Für das Anton- Schmaus- Haus und die Arbeit der Falken in Neukölln ist dieser Anschlag ein schwerer Einschnitt – die Einrichtung kann bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten nicht genutzt werden, alle Gruppen müssen ihre Arbeit an anderen Orten fortsetzen. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Nichts desto trotz setzen die Falken ihre Arbeit gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus unbeirrt fort, denn der Anschlag zeigt, dass entschlossenes und organisiertes Eintreten gegen neonazistische Bestrebungen die einzig erfolgreiche Strategie im Kampf gegen Rechtsextremismus ist.

Die Falken rufen die Politik und alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich geschlossen und entschlossen gegen Neonazis zu stellen. Keinen Fußbreit den Faschisten!

Die Berliner Falken setzen sich seit ihrem Bestehen gegen faschistische Bestrebungen aktiv ein, im Nationalsozialismus wurden sie als Organisation verboten und ihre Mitglieder verfolgt.

Noch 5 Tage bis zum Zeltlager!

Wir freuen uns alle riesig auf's diesjährige Zeltlager.
Es geht auf die wunderschöne Nordseeinsel Föhr!

Dortmund-Nazifrei

Es reicht! Wir stellen uns den Nazis am 03. September 2011 gemeinsam in den Weg!

Schon wieder wollen Nazis unsere Stadt Dortmund als Aufmarschplatz missbrauchen.
Dabei verhöhnen sie mit ihren rassistischen Parolen den Antikriegstag, um die Opfer von Krieg und Faschismus zu verspotten.

Als Demokratinnen und Demokraten sehen wir uns in der Pflicht, dies entschlossen zu verhindern und den Nazi-Horden den Weg zu blockieren.

Dabei verzichten wir ausdrücklich auf gewaltsame Aktionen jeder Art gegen Menschen und Sachen. Wir wollen friedlich für Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt eintreten.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf sich uns anzuschließen!

Hier gehts zum Aufruf.

Gedenkveranstaltung für die Ermordeten in Norwegen

Wir sind geschockt und erschüttert von den Anschlägen in Norwegen.
Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Anschläge und ihren Angehörigen.
Über 90 Menschen verloren ihr Leben durch einen feigen Bombenanschlag und den Überfall auf das Zeltlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Wir  sind entsetzt über den Hass und die Brutalität mit der die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Zeltlagers ermordet wurden. Junge Menschen , die wie vieles von uns, Solidarität, Frieden und Gerechtigkeit als gesellschaftliche Ziele anstreben. Wir wollen diesen jungen Menschen und allen Opfern der Anschläge von Oslo gedenken. unser Mitgefühl und unsere Solidarität wollen wir im Rahmen einer gemeinsamen Trauerfeier zum Ausdruck bringen.


Dieser Anschlag traf uns in der Woche vor dem IUSY-Festival in Österreich und unserem Zeltlager auf Föhr.
Lasst uns ein deutliches Zeichen für Toleranz, für Demokratie und gegen den Terrorismus setzen. Unser Ziel ist die friedliche, demokratische und sozialistische Welt. Niemand, auch keine Terroristen, werden uns so einschüchtern können, dass wir von diesem Ziel ablassen. Lasst uns gemeinsam zeigen: Unsere Idee ist stärker als ihre Gewalt!

Die Gedenkveranstaltung findet am:

24.07.2011 um 18:00 Uhr
an der Katharinentreppe statt

Es sollen von jedem kerzen mitgebracht und aufgestellt werden, sodass ein Kerzenmeer entsteht.

für weitere Informationen schaut auf der Facebook-Seite vorbei:
http://www.facebook.com/event.php?eid=238621256162095

Zeltlager: Tagebuch

Wer dieses jahr es leider nicht geschafft hat mit ins Zeltlager nach Föhr zu kommen, dem machen wir es einfacher trotzdem ein bisschen dabei zu sein.

Auf Facebook schreiben wir in der Zeltlagergruppe ein kleines Tagebuch, und zwischendurch stellen wir auch Fotos ein.

Schaut doch einfach mal rein:

http://www.facebook.com/groups/207738615943882/

Wir sind wieder im Revier

Das War's,

Das Zeltlager ist vorbei, und wir stürzen uns auf die 2. Jahreshälfte.
Berichte vom Zeltlager folgen.

Pressemitteilung des Bündnisses Dortmund Nazifrei

Als Teil des Bündnisses veröffentlichen wir hier noch einmal die abschließende PM zum 3. September:

Wir ziehen eine positive Bilanz unserer Aktivitäten am 03. September. Besonders erfreut sind wir über unsere erfolgreiche Blockade an der Pauluskirche. Über 100 Dortmunderinnen und Dortmunder haben über viele Stunden  bei enormer Hitze ausgeharrt und damit die Schützenstraße nazifrei halten können.
Auch wir konnten den Aufmarsch der Nazis am Samstag nicht verhindern und damit nicht alle unsere Ziele erreichen. Angesichts der im Vorfeld von Einigen geäußerten Skepsis über die Durchführbarkeit von Sitzblockaden, sind wir jedoch erfreut, die Erwartungen Vieler übertroffen zu haben.
Wir haben die erste erfolgreiche Blockade Dortmunds durchgeführt und diese über sechs Stunden halten können. Damit haben wir eine Änderung der Nazi-Route erzwungen. Der Aufmarsch musste von der für das Quartier bedeutenden Schützenstraße auf eine kleine Nebenstraße verlegt werden. Während im gesamten Umkreis das öffentliche Leben weitestgehend stillstand feierten wir gemeinsam mit den Anwohnern und Anwohnerinnen der Schützenstrasse ein buntes Fest.
Wir empfinden dies als großen Erfolg.

Wir bedanken uns daher sehr herzlich bei den vielen Anwohnerinnen und Anwohnern, die sich uns spontan anschlossen und bei den örtlichen Gastronomen, die sich mit uns solidarisch zeigten und uns verpflegten. Auch der Pfarrer der Paulusgemeinde erklärte uns seine Unterstützung. Wir spürten die Bevölkerung an unserer Seite.
Unser Konzept gewaltfrei, kreativ und entschlossen vorzugehen hat gewirkt!
Wir sind überzeugt, dass es nicht funktionieren kann einen gesamten Stadtteil einzupferchen, wenn die Zivilgesellschaft zusammenhält. Die ausgelassene Stimmung auf unserer Sitzblockade ist Beispiel einer lebendigen, demokratischen und wehrhaften Bürgerschaft. Als verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger reinigten wir nach der wirkungsvollen Blockade unseren Sammlungspunkt von Müll, hinterließen einen ordentlichen Platz und freuten uns angesichts dieses Erfolges.
Im Prinzip der friedlichen Blockaden sehen wir eine Strategie für die Zukunft.

Vor Ort erlebten wir einen souveränen Umgang der Polizei mit unserer Blockade, der von kontinuierlichen Verhandlungen und offener Kommunikation geprägt war. Dies ist zu begrüßen und entspricht unseren Erwartungen an die Polizei eines demokratischen Rechtsstaates.
Umso mehr bedauern wir, dass es bei der ebenso friedlichen Blockade unweit der Unsrigen, zu einem unverhältnismäßigem Einsatz und der Anwendung unnötiger Gewalt durch die Polizei gekommen ist.
Die Verantwortung für die spürbar aufgeheizte Stimmung in Dortmund – wie vom Polizeipräsidenten am Demotag suggeriert – auch unserem Aufruf zu friedfertigen Blockaden anzulasten, geht angesichts der von uns praktizierten bunten und lebendigen Form zivilen Ungehorsams an der Realität vorbei.

Um 12 Uhr startete an der Katharinentreppe die Großdemonstration der Dortmunder Bürgerinnen und Bürger in die Nordstadt. Die gemeinsame Mobilisierung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus und Dortmund nazifrei! hat zu einer riesigen Demo geführt, deren Ausmaße die früheren Jahre bei weitem übertrafen. Auf der Kundgebung von Dortmund nazifrei! um 09 Uhr hatten bereits einige hundert Menschen teilgenommen.
Damit haben die Demokratinnen und Demokraten das klare Zeichen gesetzt: Dortmund bleibt unsere Stadt.

Die Ereignisse auf dem Wilhelmsplatz beim Friedensfest der Stadt Dortmund lösen bei uns Unverständnis und Empörung aus. Während der Nazi-Aufmarsch von 5000 bundesweit angeforderten Polizistinnen und Polizisten beschützt wurde, waren für den Schutz dieses zivilgesellschaftlichen Festes lediglich 10-15 Polizistinnen und Polizisten abgestellt. Etwa 40-50 Nazis konnten daher von der Polizei ungehindert und den Wilhelmsplatz drängen, sodass die Bürgerinnen und Bürger ihnen schutzlos ausgeliefert waren.
Dieses Versagen mit einer „kleinen Kommunikationspanne“ zu erklären, halten wir der Situation nicht für angemessen, da sie auch zu massiven Übergriffen und Körperverletzungen auf die anwesenden Bürgerinnen hätte führen können. Hier entstand der Eindruck, als schütze die Polizei die Nazis, nicht aber die Demokraten.

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